„Warum eigentlich?“ Stefan Franzen beschließt, einen Marathon zu laufen

Stefan Franzen bei seinem ersten Marathon in Berlin 2003.
Stefan Franzen bei seinem ersten Marathon in Berlin 2003.

„Ich wollte die Bestätigung, dass ich hoch gesteckte Ziele – sportlich, privat, beruflich – erreichen kann“

Warum sind Menschen bereit, ihre Komfortzone zu verlassen?
Was treibt sie dazu an, sich Ziele zu setzen, die definitiv nicht ohne körperliche Strapazen zu erreichen sind?
„Warum eigentlich?“ ist eine häufige Frage im Umfeld, wenn man von einer Herausforderung erzählt – sei es Wandern bis zur Erschöpfungsgrenze, Klettern auf Gipfel, die bislang unerreichbar schienen, oder Fernreisen zu Fuß oder auf dem Rad statt im Swimmingpool einer Hotelanlage zu relaxen. Wir möchten von Menschen, die sich ihrer persönlichen Outdoor-Herausforderung stellen oder gestellt haben, genau das wissen: „Warum eigentlich?“

Heute fragen wir: Stefan Franzen, Leiter des Vertriebs bei Fifty Five

Wie sah deine Herausforderung genau aus?

Als ich aufgehört habe, aktiv Fußball zu spielen, wollte ich mir ein neues Ziel setzen. Ich habe beschlossen, einen kompletten Marathon zu laufen.

Hast du dich mit der Frage „Schaffe ich das überhaupt?“ auseinandergesetzt? Und hat dir die Möglichkeit, dein Ziel vielleicht nicht zu erreichen, Sorge gemacht?

Nein, den Gedanken, das Ziel nicht zu erreichen, hatte ich von Anfang an nicht. Es war immer klar, dass ich es schaffen würde. Ich war mit Hilfe der Sporthochschule Köln gut vorbereitet: Dort hatte ich zum Beispiel einen Trainingsplan, eine Ernährungsberatung und Empfehlungen für die Ausrüstung bekommen. Es lag also nur noch an mir selbst, mein Ziel zu erreichen. Tausende vor mir hatten es doch auch schon geschafft, als würde ich es auch schaffen! Als sich im Training meine Problemzone Achillessehne bemerkbar gemacht hat, habe ich alles unternommen, um dem Problem entgegenzuwirken. Aber das Ziel nicht zu erreichen – das stand für mich außer Frage.

„Warum eigentlich?“ – Was war dein Antrieb, deine persönliche Herausforderung in Angriff zu nehmen?

Ich wollte die Bestätigung, dass ich hoch gesteckte Ziele – sportlich, privat, beruflich – erreichen kann. Es heißt, durch regelmäßige Arbeit an sich selbst seien alle Ziele zu schaffen: Ob das wirklich so ist, das wollte ich wissen! Diese Erfahrung hat mich auch später noch beruflich, privat und sportlich geprägt. Mir ist heute klar, dass alles zu schaffen ist, wenn ich ein Ziel beharrlich und in kleinen Schritten angehe.

Nach meinem ersten Marathon habe ich mir gleich neue Ziele gesteckt: den Marathon in 3:30 zu laufen und an einem Triathlon teilzunehmen.

Das mit dem Triathlon ging dann schief. Ich war gut vorbereitet, aber ein Sturz vom Fahrrad im Wettbewerb hat mich zurückgeworfen. Danach wollte ich nicht wieder von Neuem mit dem Training beginnen. Ich weiß heute aber, dass ich ein solches Ziel genau wie jeder andere schaffen kann, wenn ich es will.

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