Catwalk Wandersteig?!

Frischluftfaktor. Eine Outdoor-Kolumne von Julia Dombrowski.

Es ist eigentlich Stress! Immer und überall müssen wir auf unser Äußeres achten. Weil wir immer dann, wenn wir doch mal in der Schlumper-Jogginghose zum Brötchenholen gehen, ganz sicher doch jemandem über den Weg laufen, vor dem uns unser Outfit peinlich ist – Chefin, Kunde, Jugendliebe. Im Job, beim Shopping, selbst im Fitnessstudio ist irgendwie klar: Es gibt einen Dresscode, mindestens einen subtilen, und selbst die größten Freigeister möchten ungern die sein, die „immer irgendwie peinlich aussehen“.

Mindestens einen Ort sollte es geben, an denen wir von äußerlichen Zwängen frei sein können: den Wald. Oder meinetwegen die Wiese. Den Berg, das Seeufer … Dieses „Draußen“ halt, dieses „Dort, wo man hingeht, um ganz bei sich zu sein“.

Verrückt: Auch da fühlt es sich nicht gut an, im Kartoffelsack unterwegs zu sein. Ich hab das getestet! Unterwegs auf Pfaden, auf denen man ganz sicher vier oder fünf Stunden am Stück niemanden trifft, vor dem man sich genieren könnte. Weder Chefin noch Kunden. Keine Jugendliebe, auch keine Wildfremden. Ich glaube, man ist dann „bei sich“, wenn man auch außen irgendwie mit sich im Reinen ist.

Man darf ruhig durch Wälder und über Wiesen laufen, wo man mit Sicherheit keinem kritischen Menschenauge begegnet wird, das in Outfit-Fragen geschult ist – und sich trotzdem wohlfühlen mit seinem Äußeren. Ich habe eine Weile gebraucht, um herauszufinden, dass man sich nicht einem Modediktat oder einer gesellschaftlichen Konvention unterordnet, wenn man sich einfach daran freut, in schönen Farben unterwegs zu sein. Ich gestehe etwas. Ich war sogar schon mal geschminkt unterwegs, mitten im Wald und völlig allein. Nicht, weil mich jemand hätte sehen können. Im Gegenteil: Die Vorstellung, man wird dabei „erwischt“, sich für ein paar Kiefern, ein paar vereinzelte Eichhörnchen und ein paar Spatzen zurechtgemacht zu haben, ist ein eher peinlicher Grund. Ist auch schwer zu erklären, warum man gerne nett aussieht, wenn man gesehen wird.

Ich mag es, mich draußen wohl zu fühlen. Also in der Kleidung, die ich trage. Nur weil ich unterwegs mal einem Yeti begegnen könnte, muss ich ja nicht selbst aussehen wie einer!

 

Und nein: Ganz ohne Zwang – ist ja keiner da, der Zwang ausüben könnte! – ist es auch kein Zwang, sich am eigenen Outfit zu freuen. Dann ist das eher Belohnung.

Und so sieht es übrigens aus, wenn Fifty-Five-Geschäftsführer Ulli Baldus mit meine neue Lieblings-Outdoorjacke überreicht: Modell LAKE NIPIGON, eine taillierte Funktionsjacke, die alles kann, was Outdoorjacken können müssen, und dabei ganz schick und gar nicht nach Sport aussieht. Darin kann ich mich auch wunderbar wohlfühlen, wenn mich kein Mensch sieht!

Lake-Nipigon-rot

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