Via Adrina: Premium-Wanderweg mit Schwanzhammer, flauschigen Rindern und ganz schön viel Ausblick

Gar nicht weit vom Fifty-Five-Sitz in Netphen entfernt liegt die Via Adrina - ein preisgekrönter Premium-Wanderweg, den wir uns kürzlich aus der Nähe angesehen haben. Ungefähr 45 Autominuten von Netphen beginnt bei Arfeld (ein kleiner beschaulicher Ort, der zum ebenfalls beschaulichen Bad Berleburg gehört) der Rundwanderweg, der 2009 bei der Wahl zu "Deutschlands Schönster Wanderweg" einen fulminanten 3. Platz belegen konnte. Die Auszeichnung ist zwar bereits fünf Jahre alt, aber umso größer war für uns die Motivation, persönlich nachzuschauen, ob die preisgekrönte Tour immer noch hält, was sie seit damals verspricht.

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Start- und Zielpunkt des Rundwegs liegen an der zauberhaft-idyllischen Eder, die den Namen der Via Adrina inspiriert hat ("Adrina" ist lateinisch für "Eder").

20,5 Kilometer sind kein Pappenstiel - eine ordentliche Tagestour für Hin-und-wieder-Wanderer. Der Weg hat auch einige Höhenmeter zu bieten, und immer mal wieder muss auf schmalen Pfaden ein Abhang herauf- oder heruntergekraxelt werden. Genau das macht aber den Reiz eines tollen Wanderweges aus - kaum jemand läuft gerne ausschließlich auf breiten Waldweg-Autobahnen.

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Die Via Adrina nennt sich auch "Weg der Ausblicke" - und in die Ferne zu gucken gibt es tatsächlich viel!

Der Arfelder Hammer, an dem von 1707 bis 1857 Stahl- und Profileisen geschmiedet wurden,
Der Arfelder Hammer, an dem von 1707 bis 1857 Stahl- und Profileisen geschmiedet wurden,
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Freundinnen und Freunde des niedrigschwelligen Humors erfahren auf der Infotafel, dass früher am "Schwanzhammer" gearbeitet wurde. (Also, wir fanden es jedenfalls witzig und haben angemessen teenagerhaft gekichert ...)

Wiesen, Wälder, Pfade, flauschige Rinder am Wegesrand und eine Menge Aussicht - wer sich zutraut, die Ausdauer für die rund 6- bis 7-stündige Wanderung und die rund 1.100 (gut verteilten!) Höhenmeter aufzubringen, wird es nicht bereuen. Insgesamt fünf Einkehrmöglichkeiten - Gasthaus Zum Bahnhof, Gasthaus Kassel, Gästehaus Schwarzenauer Mühle. Gasthof Feige und Café Hainbach - liegen auf der Route (Achtung, sind nicht täglich geöffnet!).

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Und noch mal: Ausblick. Hach!
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Ausblick, Ausblick, Ausblick!
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Schroff ist auch mal ganz schön!
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Herrlich: Die Liegebank für die Pause am Weg. Ist nur gefährlich, hier Rast zu machen; die Bank ist zu gemütlich, um bald wieder aufstehen zu wollen.

Anreise: ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Eine Regionalbahn hält in Bad Berleburg, dort umsteigen in die Buslinie R33 nach Arfeld. Autofahrer können ihren Wagen direkt am Start- und Zielpunkt des Rundweges auf einem Wanderparkplatz am Gasthaus Zum Bahnhof in Arfeld abstellen.

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Fürstens haben klug gebaut: Das Schloss in Schwarzenau mit schönem Ausblick aufs Wasser.
Flauschig-lockiges Galloway-Rind.
Flauschig-lockiges Rind.
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Oh, ein Ausblick mal wieder!
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Immer wieder schön, wenn die Eder hinter den Bäumen hervorglitzert!

Unser Fazit: Die Via Adrina lohnt sich sehr! Nicht unbedingt für ganz Ungeübte geeignet und deshalb auch nicht der perfekte Weg für eine Wanderparty mit gemischter Gästeschar, aber mit mittelgroßer Kondition sehr gut zu schaffen und fantastisch ausgeschildert. Karte und GPS dürfen getrost zu Hause gelassen werden; die Wanderzeichen sind überhaupt nicht zu übersehen. Mehr Informationen zu Höhenprofil, GPS-Daten und weiteren Routen-Highlights findest du auf Ich geh wandern.

Noch schöner ...

... ist eigentlich nur noch der Wittgensteiner Schieferpfad, der sich sich auf einer kleinen Strecke mit der Via Adrina überschneidet: anspruchsvoller, märchenhafter, aber auch anstrengender. Beizeiten erzählen wir bestimmt auch mal von diesem Highlight. ;-)

Wir freuen uns über Erfahrungsberichte - bist du in dieser Gegend schon mal unterwegs gewesen? oder gibt es eine Region, die sogar noch schöner ist? Wir sind neugierig! Kommentare sind uns herzlich willkommen!

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