Antidepressiva für Pinguine - und andere Wetter-Fakten

Hilft Rennen, um bei Regen weniger nass zu werden als beim Gehen? Ist Knutschen bei Kälte eigentlich gefährlich? Und warum geht es fröhlichen Menschen auch bei eisigen Temperaturen super? Fifty Five hat eine Mission: Wir wollen, dass die Menschen sich bei jedem Wetter draußen wohlfühlen – also räumen wir drängende Fragen übers Wetter aus dem Weg!

Was lässt sich von deprimierten Pinguinen lernen?

Das anhaltend schlechte Wetter zu Jahresbeginn 2014 in Großbritannien führte zu einer kuriosen Meldung aus einem englischen Zoo: Neuerdings müssen die Pinguine Antidepressiva zusammen mit ihrem normalen Futter verabreicht bekommen, weil die Laune der Tiere zunehmend in den Keller sinkt. Moment mal, Pinguine, die mit schlechtem Wetter nicht klarkommen? Da stimmt doch was nicht!

In der Tat ist in der ursprünglichen Heimat der Pinguine dieses Klima, das ihnen die Laune so sehr verhagelt, gar nicht mal unüblich. Sie sind die Verhältnisse allerdings in ihrem neuen Zuhause einfach nicht mehr gewohnt. Die watschelnden Kerlchen sind mittlerweile schlicht verweichlicht. Was das bedeutet: Dem Wetter aus dem Wege zu gehen, bringt sowieso nichts. Höchstens Depressionen.

Was ist besser: Bei Regen laufen oder gehen?

Es gibt Studien für alles im Leben – also auch für die Frage, ob man bei einem Schauer beim Laufen oder beim Gehen mehr Regen abbekommt. Hinter dieser Studie steckt der italienische Physiker Franco Bocci. Und seine Antwort ist komplexer als erwartet. Es beginnt simpel: Pro Sekunde kommt immer dieselbe Menge Regenwasser vom Himmel. Je weniger Zeit man dem Regen ausgesetzt ist, desto weniger Wasser bekommt der Kopf von oben ab. Dem Kopf hilft Rennen also beim Trockenbleiben. Wir Menschen bestehen aber nicht nur aus Kopf. Und unsere Seite (die, aus der der Regen kommt) wird immer gleich nass, ganz egal, wie schnell wir uns bewegen. Wie viel Wasser wir einfangen, hängt nur damit zusammen, wie viel Strecke wir zurücklegen. Weichen wir einem Tropfen aus, der uns nicht erwischen kann, weil wir ihm schon einen Schritt voraus sind, kollidieren wir am neuen Standort mit einem Tropfen, der uns bei langsamerem Tempo nicht erwischt hätte. Wenn man dem Regen aber nicht entgegenläuft, sondern er von hinten kommt, kann man die Menge des eingefangenen Wassers aber doch beeinflussen: Schafft man es, etwa so schnell zu sein wie der Rückenwind, läuft man dem Regen quasi davon. Dem Kopf hilft das natürlich nicht, wir wissen ja schon: Von oben wird man immer gleich nass. Und die Erkenntnis trifft auch nicht zu, wenn Regentropfen sehr groß sind. Auch verschiedene Körperformen können die Ergebnisse beeinflussen. Es ist wirklich kompliziert … oder wie es der Forscher selbst ausdrückt: „Wir wissen auch nicht, was die beste Strategie bei Regen ist.“ Aha. Was das bedeutet: Das weiß wohl niemand so genau. Wir scheren uns am besten nicht um diese Rechnereien und freuen uns an Omas Weisheit: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung!“ Take your time und geh einfach so schnell, wie es dir grad Spaß macht!

Ist Knutschen bei Kälte gefährlich?

Bis -30° Celsius gilt: Knutschen ist nur riskant, wenn man a) sein Gegenüber nicht leiden kann, b) wenn man selbst nicht gemocht wird, c) wenn einer von beiden furchtbar viel Knoblauch, Grützwurst oder sonstige Mittel zu sich genommen hat, die den Atem unerträglich machen. Erst ab -31° Celsius besteht die Gefahr, dass die Lippen aneinanderfrieren und sich nicht mehr ohne Weiteres lösen lassen. Was das bedeutet: Nur Mut! In Mitteleuropas Klima kann kaum was passieren!

Was Lachen und Kälte gemeinsam haben:

Nein, es gibt wirklich kein Thema, zu dem es keine Studie gäbe. Zum Beispiel weiß man mittlerweile, dass Menschen, die lachen, ihre Hände 20 Minuten länger in Eiswasser halten können als diejenigen, die nicht lachen. Was das bedeutet: Für die depressiven Pinguine wahrscheinlich nichts Gutes. Für alle anderen: Draußen sein und Spaß haben hält bei ungemütlichem Wetter nicht nur fröhlich, sondern auch warm!

Warum auch „gutes“ Wetter nicht immer gut ist:

Ja, ja, wir alle lieben Sonnenschein. Aber zu viel des Guten ist eben niemals gut: Man hat herausgefunden, dass die Stimmung im Sommer nur parallel mit den Temperaturen steigt, solange die Marke von 33° Celsius nicht überschritten wird. Danach geht die Laune so in den Keller, wie es sonst nur nach Scheidungen und Todesfällen nachgewiesen werden kann. Aggressiv macht das Wetter dann auch noch. Die Wissenschaft hat’s rausgefunden! Was das bedeutet: Beim nächsten Schlecht-Wetter-Einbruch nicht mehr jammern – sondern wahlweise „Hurra, ich bin kein depressiver Pinguin!“ oder „Zu viel Sonne ist ja auch nicht toll!“ jubeln. Eigentlich haben wir’s doch bei jedem Wetter gut!

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